Der unbefristete Arbeitsvertrag wird zum Luxus – Zahl der Befristungen rasant gestiegen

Unbefristete Arbeitsverhältnisse scheinen sich, insbesondere für Berufsanfänger, zum Auslaufmodel zu entwickeln. Wie aus einer soeben veröffentlichten Antwort der Bun- desregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag hervorgeht,

http://linksfraktion.de/nachrichten/unbefristete-arbeitsverhaeltnisse-muessen-endlich-wieder-regel-werden-2014-04-07/

hat sich die Zahl der befristeten Arbeitsverträge in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdreifacht, 42 Prozent aller neuen Arbeitsverträge werden inzwischen nur noch befristet abgeschlossen. Betroffen davon sind neben den Berufsein­steigern vor allem Frauen, Geringverdiener und ausländische Arbeitnehmer.

 2, 7 Millionen befristete Arbeitsverträge read more

Arbeitsmarktperspektiven für Jungakademiker: immer öfter nur befristet!

Es ist schon paradox. Die Zahl befristeter Arbeitsverhältnisse ist trotz eines boomenden Arbeitsmarktes und eines wiederholt beschworenen „Fachar­beiter­mangels“ auch in jüngerer Zeit noch einmal angestiegen; sie hat inzwischen ein nie gekanntes Ausmaß erreicht. Betroffen sind – wie jüngere statistische Erhebungen zeigen – vor allem Berufs­anfänger und unter diesen wiederum die Absolventen von Hochschulen.

Eine Befristungsabrede ist vor allem für den Arbeitgeber vorteilhaft: Das Arbeits­ver­hältnis endet zum vereinbarten Termin, ohne dass er noch eine Kündigung aus­sprechen müsste, die womöglich zu einem kostenintensiven Kündigungsprozess mit ungewissem Ausgang führt. Der Arbeitnehmer ist hingegen nicht nur ohne jeden Bestandsschutz, er weiß auch nicht, ob der Arbeitgeber bei Fristablauf zu einer Verlängerung des Arbeitsverhältnisses bereit ist. Könnte der Arbeitgeber fortlaufend befristete Arbeitsverträge abschließen und am Ende der Frist jeweils frei über die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses entscheiden, würde dies den Kündi­gungs­schutz des Arbeitnehmers vollständig leer laufen lassen. Dieser Zusammen­hang hat die Rechtsprechung schon frühzeitig bewogen, die Befristung von Arbeits­ver­hältnissen einzuschränken und an einen Sachgrund zu binden. An diese Konzeption hat auch das 2001 in Kraft getretene Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) angeknüpft, allerdings gewisse Ausnahmen zugelassen. read more

Die Anreise zum Vorstellungsgespräch – ein Gastspiel auf Kosten des Arbeitgebers?

Es ist der Anruf, auf den jeder Bewerber wartet: „Wir haben Ihre Unterlagen erhalten und würden Sie gerne näher kennenlernen. Passt Ihnen die kommende Woche?“ Natürlich passt sie, und in der ersten Aufregung bleibt die Frage, ob denn auch die Fahrtkosten erstattet werden, meist ungestellt. Wer will auch schon beim ersten Kontakt  kleinlich wirken, indem er nach Spesensatz und Kilometerpauschale fragt?

Anreisen zu einem Vorstellungsgespräch gehören heute zum Ritual der Arbeitsplatz- suche. Diese kann richtig ins Geld gehen, denn von Jobsuchenden wird wie selbstverständlich erwartet, dass Stellenangebote auch dann nicht ohne weiteres ausgeschlagen werden dürfen, wenn sie weit entfernt von der Heimat liegen, und regelmäßig ist mehr als ein Gespräch zu absolvieren. Besonders hohe Kosten entstehen, wenn sich – für Akademiker schon keine Seltenheit mehr – die Arbeitssuche auch auf das Ausland erstreckt. Von daher gehört die Frage, ob und inwieweit die Kosten eines Vorstellungsgesprächs zu ersetzen sind, zu denen, die viele Jobsuchenden gerne beantwortet hätten. read more

Brief introduction of Chinese labor market and High potential employees (part 2)

The supply and demand of chinese labor market

After 21st century, a series of changes take place in the supply and demand structure of the urban labor market. When the total amount of labor market remains in oversupply, a structural supply shortage and surplus occurred in the labor market. This kind of structural supply shortage and surplus means as follows:

By geographically are labor supply shortage in eastern coastal areas and oversupply in the Midwest.

By education is oversupply of comprehensive talent above bachelor, supply shortage of skills-based education talent and shortage of unskilled workers with low education.

 

China is still facing greater pressure on urban employment, the pressure mainly from two aspects. One is the transfer of rural labor to urban areas; the other is the pressure of new entrants in the labor market. The two aspects are gradually converging into a single pressure – new entrants on the labor market, because more and more rural youths do not choose to work in rural areas. read more

Brief introduction of Chinese labor market and High potential employees (part 1)

The history of chinese labor market
In China, the concept of the labor market was first proposed at the third plenary session of the 14th central committee. In the early 30 years from the founding of the People’s Republic to reform period, Chinese labor market has experienced a process of existing, narrowing until disappearing.

From 1949 to 1952, Chinese labor market existed; from 1953 to 1957 Chinese Labor market was narrowed down to basically disappeared. From 1958 to 1978, labor market has disappeared completely. The gradual disappearance of the labor market was accompanied by the formation and ossified of highly concentrated traditional labor Management system. Both reinforced each other. read more

Chinas Arbeitsmarkt: Abschied vom Cheap-Labour-Modell

Die Volksrepublik China, lange Zeit als die „größte Werkbank der Welt“ und „Billiglohnland“ charakterisiert, ja geradezu verspottet, ist auf dem Weg, sich zu einem High-Tech-Standort zu entwickeln. Statt auf einfache Arbeitsvorgänge für schlecht ausgebildete, aber immer besser bezahlte Arbeitskräfte setzt das Land zunehmend auf wissensbasierte und automatisierte Produktion. Immer mehr Unternehmen reagieren mit Investitionen in Maschinen und Robotern. Gewinner sind die Arbeitnehmer.

Fristlose Kündigung nach Selbstbeurlaubung (nicht immer) möglich

In dem Verfahren zu der fristlosen Kündigung eines seit 18 Jahren beschäftigten Arbeitnehmers wegen unerlaubter Selbstbeurlaubung hat ein Vorschlag des Arbeitsgerichts Krefeld am 08.09. 2011 zur Einigung der Parteien auf eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses führen können. Die Kündigung wurde in eine Abmahnung umgewandelt. Das Gericht hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die eigenmächtige Selbstbeurlaubung grundsätzlich auch ohne vorherigen Ausspruch einer Abmahnung die fristlose Kündigung eines Arbeitsverhältnisses rechtfertigen könne.