Verbraucher-Retouren im E-Commerce

Mit wachsendem Einkaufsverhalten von Verbrauchern im Internet, rückt das Retourenproblem immer weiter in den Fokus von  Business-to-Consumer (B2C) Onlineshops. Die Logistiktochter des Otto-Konzerns Hermes verarbeitet jedes Jahr rund 50 Millionen Retouren allein für den Otto Konzern (vgl. Wirtschaftswoche 2013). Die Kosten des Handlings einer Retoure können die Marge des Unternehmens in einem großen Umfang negativ beeinflussen. Gemäß einer aktuellen Bamberger Studie belaufen sich die Kosten der Abwicklung einer Retoure durchschnittlich auf 7,39 € (vgl. Wirtschaftswoche 2013). Bei einem geringen Wert einer Bestellung und anschließender Rücksendung dieser, generiert der  Onlineshop keinen Gewinn oder sogar Verluste.

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Zum Anspruch des Handelsvertreters auf kostenlose Überlassung von Hilfsmitteln

Der Unternehmer hat dem Handelsvertreter (nur) die Unterlagen kostenlos zur Verfü­gung zu stellen, auf die dieser zur Vermittlung oder zum Abschluss der den Gegenstand des Handelsvertretervertrages bildenden Verträge angewiesen ist. Dies ist für ein Softwarepaket zu bejahen, wenn zumindest einzelne Komponenten für die Tätigkeit des Handelsvertreters unverzichtbar sind, nicht aber für Werbegeschenke („Give-aways“) und andere für die Tätigkeit des Handelsvertreters bloß nützliche oder seiner Büroausstattung zuzuordnende Artikel. (Leitsatz des Gerichts)

Kein vollständiger Ausschluss der Gewährleistung beim Gebrauchtwagenverkauf durch Unternehmen

Veräußert ein Unternehmen eine Sache – im Streitfall einen Pkw – an einen Verbraucher, dürfen die Gewährleistungsrechte des Käufers nach den §§ 437 ff. BGB nicht völlig ausgeschlossen werden. Dies hat der Bundesgerichtshof in einem am 13. Juli 2011 verkün­deten Urteil erstmals ausdrücklich entschieden. Der mit dieser Rechtsauffassung erfolgreiche Verbraucher verlor dennoch den Prozess, weil er seine Rechte nicht ordnungs­gemäß geltend gemacht hatte.